Einleitung und erste Schritte

Einleitung und erste Schritte

Budgie Desktop

Der Wechsel

Über den c't Artikel "Familienzuwachs - Neue Ubuntu-Variante" von 2017 bin ich auf Ubuntu Budgie gestoßen; ein frischer, offizieller Ableger aus der Ubuntufamilie mit einer modernen und ansprechenden Optik auf bewährtem Gnome-Fudament. Als Linux Einsteiger habe ich mich auf Ubuntu/Debian eingestellt und werde wohl vorerst bei dieser relativ einsteigerfreundlichen Ubuntu-Variante bleiben.

Zwar hat Budgie 17.10 einige nützliche Programme vorinstalliert (z.B. LibreOffice, Chromium, einen Video- und Audioabspieler) und auch ein recht umfangreiches Repositorium, dennoch fehlt mir das eine oder andere (vertraute) (Windows-)Programm, um mit Linux sinnvoll arbeiten zu können. Nach einiger Recherche und vielem Ausprobieren habe ich mir eine Softwaresammlung aus den verschiedensten Quellen ergoogelt und zusammengestellt, mit der ich inzwischen sehr zufrieden bin.

Der Wechsel von Windows nach Ubuntu/Linux habe ich jetzt weitgehend vollzogen und bis auf Irfan View vermisse ich nichts mehr. Nach 20 Jahren als Windows-Nutzer habe ich mit Ausnahme im Spielebereich einen vollständigen Ersatz zu Microsofts Betriebssystem gefunden. Dabei könnte ich nicht einmal einen genauen Grund für den Wechsel angeben. War es der Reiz des Neuen? Lag es an Microsofts "zwanghafter" Update-Politik? Spielte evtl. dieser merkwürdige Desktop-Zwitter-Remix zwischen einem herkömmlichen Windows-Desktop und einer Smartphone-Tablet-Touchi-Touchi-Kacheloberfläche eine Rolle? Oder gab womöglich das undurchsichtige Sicherheits- und Überwachungskonzept der MS Dienste den Ausschlag für einen Umstieg? ET - nach Hause telefonieren?

Kurzum - ich möchte keinen Hermann bzw. keine Glaubensfrage von machen. Jeder so wie er mag. Am Ende geben sich diese beiden Betriebssysteme in der Bedienung und im alltäglichen Umgang nämlich nicht viel. Wegen einiger Spiele (Elite Dangerous, Elex, ...) habe ich Windows noch im Einsatz und wechsele bei Zockerbedarf durch einen schlichten und flotten Neustart "mal eben" zurück ins Windows 10.

Budgie Logos

Das Protokoll

Mit der letzten Ubuntu Budgie Installation habe ich vorsorglich ein "Software Installationsprotokoll" erstellt, um mir künftig die ganze Sucherei bei einer (wiederholten) Neueinrichtung des Linux-Betriebssystems zu ersparen und mir nicht jedesmal neu überlegen muß, wie ich denn bei dem jeweiligen Programm noch vorgegangen bin, um es sauber (auch per Copy & Paste) zu installieren. Ein Merkzettel sozusagen. Dieses ausführliche Protokoll sollte denn auch für Einsteiger nachzuvollziehen sein oder zumindest als Anregung dienen, welche Software man vielleicht auch für sich selbst gebrauchen könnte.

Die einzelnen Programme biete ich entweder hier auf dieser Seite zum Download an oder verweise per Link auf die entsprechende Seite bzw. per Dropbox. Oft genügt aber die Verwendung des Terminals (Tilix) mit den apt-get Befehlen, sofern das gewünschte Programm nicht im Repositorium aufgelistet sein sollte. Hin und wieder ist es jedoch notwendig, die Installation über die Synaptic-Paketverwaltung zu bewerkstelligen. Die einzelnen Schritte der Installationen sowie ggf. das Einrichten der jeweiligen Programme sind in der Auflistung dabei sehr ausführlich und hoffentlich nachvollziehbar beschrieben. Evtl. darauf achten, die Programmversionen auf dem aktuellen Stand zu halten, wenn diese es nicht schon von selber anbieten.

Das Installationsprotokoll übrigens sollte man auf die gesamte Ubuntu Distribution anwenden können und ist nicht auf Budgie beschränkt. Die kleine aber feine Programmauswahl ist selbstverständlich nicht in Stein gemeißelt und ich werde wohl immer wieder Änderungen und Erweiterungen an der Auswahl vornehmen, da ich als Suchender meist offen für Alternativen bin und es immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Wer lieber einen Ausdruck vor sich liegen haben möchte, kann sie als PDF hier herunterladen: DOWNLOAD linuxinstallation.pdf

Ubuntu

Installation und erste Schritte

Ich bevorzuge für das Einrichten von Ubuntu (Budgie)

  • eine 64bit Installation
  • von einem USB-Stick
  • mit UEFI Nutzung
  • auf einer leeren SSD
  • mit ext4 Dateisystem.

Nach der Installation ggf. das Numlock aktivieren. Über den Schnellzugriff ALT+F2 die "Aktualisierungsverwaltung", dessen Symbol im Plank-Dock am linken Bildschirmrand per rechter Maustaste dauerhaft andocken, damit man vorerst einen Schnellzugriff hat und das System darüber updaten kann. So lassen sich ganz allgemein Programme permanent ins Plank-Dock setzen, auf die man öfters zugreifen möchte. Unter dem Reiter "Zusätzliche Treiber" installiere ich vorzugsweise den proprietären NVidia Treiber. Anschließend bietet es sich an, über das Anwendungsmenü unter "Einstellungen" und "Sytemverwaltung" das Linux Betriebssystem nach eigenen Wünschen anzupassen. Zudem klappt mit der Supertaste+N die Seitenleiste rechts auf, unter der sich vornehmlich der Desktop und die Seitenleiste einstellen lassen.

Wichtige Benutzer-Einstellungen werden dabei grundsätzlich und immer im persönlichen Ordner abgelegt, also in "/home" oder explizit in "/home/BENUTZER/.config/". Entweder läßt sich das versteckte Verzeichnis "/.config" im systemeigenen Datei-Manager Nautilus per Tastenkombination STRG+h sichtbar machen oder über den Double Commander (s.unten) mit STRG+. (Punkt).

Ob das System im BIOS oder im EFI/UEFI gestartet wurde, zeigt das Terminal mit folgendem Befehl an:

[ -d /sys/firmware/efi ] && echo UEFI || echo BIOS

Wie man einen bootfähigen Ubuntu Stick erstellt, wird in der Rubrik "Ubuntu Bootstick" näher beschrieben:
Ubuntu Bootstick ... Ubuntu Bootstick

Weiter geht mit der Programm-Auswahl und der Installationsanleitung:
zur Programm-Auswahl ... zur Programm-Auswahl